Die zunehmende Bedeutung von Aquakulturen in der Fischgewinnung trägt zur Verknappung des Rohstoffes Phosphor bei und gefährdet dadurch langfristig die Nahrungssicherheit falls nicht gegengesteuert wird. Dies zeigt eine in Nature Communications veröffentlichte Studie. Zu dem von Dr. Yuanyuan Huang (CSIRO, Melbourne) geleiteten Autorenteam zählt auch Dr. Daniel Goll vom Institut für Geographie der Universität Augsburg.

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    1 month ago

    Fun fact: Generell ist in unseren Flüssen und Seen der Phosphor der limitierende Makronährstoff, im Meer dagegen zusätzlich oder sogar vor allem der Stickstoff.

    Dementsprechend schaut die Wasserrahmenrichtlinie beim sogenannten “ökologischen Zustand” (fixer Begriff) unserer marinen Lebensräumen genau auf den Stickstoff mit Grenzwerten bis maximal 1 mg/l Gesamtstickstoff, während es im Süßwasser keine Anforderung zum Gesamtstickstoff gibt*, sondern nur zu ein paar stickstoffhaltigen Verbindungen.

    Beim Phosphor gibts für Süßwasser und das Meer Anforderungen beim ökologischen Zustand!

    * Dann gibt es zusätzlich noch den sogenannten “chemischen Zustand”, da gilt aber generell, dass allein schon der als Nitrat gebundene Stickstoff ca. 11,5 mg/l erreichen darf.