Bundesweit am häufigsten werden Züge, Bahnhöfe und andere Anlagen in Berlin besprüht. 1.983 Graffiti-Delikte allein zwischen Januar und Oktober 2025 hat die Bundespolizei in der Hauptstadt registriert, Tendenz steigend. Zum Vergleich: in München und Hamburg waren es im gleichen Zeitraum 872 beziehungsweise 515. Die Zahlen beziehen sich laut Bundespolizei auf alle Bahnunternehmen. Die Täter bleiben zumeist unerkannt.

    • RaphaelSchmitz@feddit.org
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      9 days ago

      Ja aber ok, musst du dann schon zugeben dass “sollen die halt sein lassen” jetzt seit Dekaden schon nicht zu funktioniert.

      Ich hab jedenfalls nicht die Hoffnung, dass es 2027 auf einmal klappt.

      • Wrufieotnak@feddit.org
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        9 days ago

        Der derzeitige Weg Graffiti zu behandeln ist nicht effektiv, da stimme ich zu.

        Aber wir schlagen uns seit immer die Köpfe ein und trotzdem legalisieren wir Mord nicht.

          • Wrufieotnak@feddit.org
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            9 days ago

            Korrekt, weil wir uns da als Gesellschaft geeinigt haben, das es größtenteils eine private Sache ist, die andere nicht übermäßig stört. Was beim Graffiti eben genau das Gegenteil ist. Das es gerade nicht privat ist, ist ja der ganze Witz an der Sache.

            • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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              9 days ago

              Allerdings lässt sich da halt auch ein Konsens finden. Wenn Hausbesitzende ihre Wände freigeben, ist das doch auch OK. Man kann halt anstelle der Bahn zum Beispiel Züge oder Wagen zum besprühen freigeben. Wo entstünde dann der Schaden.

              • Wrufieotnak@feddit.org
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                9 days ago

                Natürlich, und diese Möglichkeit besteht jetzt schon.

                Das sie größtenteils nicht wahr genommen wird, zeigt dir hoffentlich das der Großteil das nicht so toll findet.

                Das ist ja das Lustige daran. Es gibt kein Gesetz gegen Graffiti als Kunstform.

                Aber Tags und ähnliches sieht der Großteil der Bevölkerung eben nicht als Kunst sondern als Vandalismus an. Und damit ist deine Forderung schon jetzt erfüllt und es interessiert die Sprayer eben einen Scheißdreck, solange sie ihren eigenen Namen irgendwo ranspritzen können und dann drauf sich einen runter holen können wie alle anderen ihn sehen müssen. Nicht sehr consensual, oder?

                • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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                  9 days ago

                  Ja, okay. Man kann auch einfach das, was sinst noch gesagt wurde, ignorieren und sich auf einzelne Details einschießen. Bringt dann in der Diskussion auch nichts, aber okay.

                  Um das nochmal in aller Deutlichkeit zu formulieren:
                  Eine Motivation von Sprayer*innen ist die Sichtbarkeit des Werks. Züge fahren durch die Gegend, an öffentlichen Flächen laufen Menschen vorbei, das Werk wird gesehen. Irgendeine Holzplatze im Garten zu besprühen hat nicht die gleiche Wirkung.
                  Dieser Motivation kann man begegnen, indem man bestimmte öffentliche Flächen und einzelne Züge zum Besprühen freigibt.
                  Das ist absolut nicht das gleiche wie Mord und Totschlag zu legalisieren, weil ja auch trotz Verbot Menschen andere Memschen töten.

                  • Wrufieotnak@feddit.org
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                    8 days ago

                    Du ignorierst doch gerade selbst das von mir gesagte und schießt dich auf einzelne Details (nämlich frühere Kommentare, die ich mit späteren Kommentaren präzisiert habe) ein XD

                    Du sagst: da müssen wir einen Konsens finden. Ich sage: gibt es schon, der gefällt dir nur nicht. Du wirfst mir vor, nicht auf deine Punkte einzugehen???

                    Was ist daran jetzt auf Details einschießen? Du bist, so verstehe ich es zumindest, der Meinung dass Menschen ein Anrecht haben den öffentlichen Raum komplett frei zu gestalten, wenn sie es nur stark genug wollen.

                    Dem widerspreche ich. Ich bin der Meinung, das allgemein gesprochen, ein Konsens über den öffentlichen Raum herrschen sollte. Der derzeitige Konsens ist das Tag-Graffiti unerwünscht ist. Das ist das menschliche Äquivalent zum Hund der den Baum anpinkelt und dem entsprechend wird es auch von den meisten Leuten angesehen. Nämlich nicht als Bereicherung, sondern als rücksichtsloser Dreck einzelner.

                    Es gibt immer wieder Flächen die für Graffiti freigegeben werden, aber das ist den Sprayern nicht genug. Jetzt ist die Frage welches Rechtsgut überwiegt: der Wunsch der Mehrheit der Bevölkerung NICHT banales Graffiti zu sehen (Anteil an Leuten die gegen Wandgemälde was haben ist eher gering, aber gegen Tags schon eher groß) oder der Wunsch der Sprayer gesehen zu werden.

                    Warum soll jetzt der Geltungsdrang einiger weniger den öffentlichen Raum für viele verschmutzen?