Das Wort „Gewalt“ tut etwas mit Menschen. Es erzeugt Betroffenheit, Empörung, den Reflex zur Schutzreaktion. Wer Gewalt erlebt, verdient Schutz. Wer Gewalt ausübt, verdient Konsequenzen. Das ist tief in unserem moralischen Instinkt verankert — und genau deshalb ist es so praktisch, das Wort auf etwas anzuwenden, das früher „Beleidigung“, „Mobbing“ oder „Bedrohung“ hieß.
Wundert das jemanden? Kaum. Sprache war schon immer Machtinstrument.
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